Sieben goldene Regeln für Jobmessen

25. Februar 2015

Die Präsenz auf Jobbörsen und Ausbildungsmessen liefert Unternehmen den Zugang zu einer großen Anzahl möglicher Bewerber um eine Lehrstelle. Einige einfache Regeln erhöhen die Wahrscheinlichkeit, auf diesem Recruiting-Weg Erfolg zu haben.

1. Richtig planen

Es hat sich eingebürgert, das Ausbildungsmessen so terminiert werden, dass sie ins vorletzte Schuljahr fallen. Das soll allen Beteiligten ausreichend Spielraum für weiteres Nachdenken sowie anschließende Entscheidungen geben. Entsprechend sollte der Messeauftritt eines Unternehmens in die eigene Recruiting-Planung eingeordnet sein: als eine der ersten Maßnahmen in einer Reihe von Schritten. Angesichts der Vielzahl von Besuchern und deren Mischung nach Schultypen sind solche Auftritte mehr zum Anbahnen von Kontakten geeignet als zum Vertiefen.

2. Frühzeitig einladen

Die Vor-Information über Schulen und Lehrer setzt früh an. Gerade die besseren Schülerinnen und Schüler werden sich daher schon lange im Vorfeld der Messe einen Plan machen, welche Unternehmen sie besuchen und kennenlernen möchten. Eine möglichst frühzeitige Einladung sichert daher einen Vorsprung in der Wahrnehmung.

3. Internet für Mehrwert nutzen

Obwohl „die Jugend von heute“ überwiegend elektronisch kommuniziert, reicht es nicht aus, sie ausschließlich über Social Media, Twitter, What’s App sowie andere Internet-Kanäle anzusprechen – zumal bei korrekter Anwendung von Datenschutzregeln dort eine persönliche Ansprache zunächst nicht möglich ist. Klassische, analoge Kommunikationswege sollten daher am Anfang stehen; nach hergestelltem Kontakt liefern die Online-Wege dann den entsprechenden Mehrwert.

4. An die Eltern denken

Bei der überwiegenden Mehrheit der Schülerinnen und Schüler nehmen die Eltern als „Entscheidungshelfer“ nach wie vor eine Schlüsselrolle ein. Es ist daher angebracht, auch in deren Richtung zu kommunizieren – sowohl im Vorfeld der Messe als auch während ihres Verlaufs. Die Eltern, die sich am meisten für das Angebot eines Unternehmens interessieren, sind jene, die selbst dort arbeiten. Es empfiehlt sich daher, gerade die eigenen Mitarbeiter umfassend und frühzeitig zu informieren sowie persönlich einzuladen.

5. Mit gutem Beispiel vorangehen

Auch wenn Chefs, Vorgesetzte und Personalabteilung bei der Auswahl der richtigen Azubis das letzte Wort haben: Das erste Wort sollten jene haben, die mit den potentiellen Nachwuchskräften auf Augenhöhe kommunizieren, eigene Auszubildende also. Dabei sind weniger nette Imagefilme oder Selfies gemeint, sondern tatsächlich greif- und ansprechbare Menschen, die ihren künftigen Kolleginnen und Kollegen während der Messe offen und geradeheraus Rede und Antwort stehen. 

6. Auf Albernheiten verzichten

Für den einen oder anderen mögen Gewinnspiele verlockend sein, um sich während einer solchen Messe aus der Masse herauszuheben oder um ein Maximum an Besuchern anzulocken. In der Regel gehen solche Maßnahmen ähnlich ins Leere wie Streu-Werbeartikel, Aufkleber und dergleichen. Wenn schon Interaktivität oder Gaming, dann unbedingt mit unmittelbarem Bezug zum Unternehmen; also etwa ein Ersthelfer-Crashkurs bei einer Sicherheitsfirma oder ein Geschicklichkeits-Wettstapeln bei einem Logistiker. Überzeugender als alle Gimmicks sind allerdings konkrete Entscheidungshilfen wie ein persönlicher Karriereplan zum Mitnehmen.

7. Zügig die nächsten Schritte gehen

Der eigentliche Wettbewerb um die besten Kräfte beginnt in der Minute, in der die Messetore schließen. Es lohnt sich, mit einem gut vorbereiteten Kommunikationsplan anzutreten. Eine SMS oder ein Tweet mit einem nützlichen Hinweis oder einer zusätzlichen, außergewöhnlichen Information zeigt jetzt Wirkung – bevor sich die jungen Leute mit ihren Freundinnen und Freunden in einen unterhaltsamen Abend stürzen, bei dem sicher vieles besprochen wird. Auch der mögliche Traumjob von morgen.

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