Wissen kompakt

Daten und Fakten zum aktuellen Schwerpunktthema kompakt für Sie zusammengestellt: Beispielhafte Ansätze und Recruiting-Trends für Azubis, wie die Entwicklungszahlen im Dualen Studium und Tipps für Bewerbungsgespräche per Skype, sind in den nützlichen Wegweisern zum Titelthema zu finden.

Studie „Azubi-Recruiting Trends 2014“

Bei den Auszubildenden zeigt sich besonders drastisch der "War for Talent". Immer mehr rücken deshalb Ausbildungsfragen von der Peripherie ins Zentrum des Personalmanagements. Vor diesem Hintergrund geht in diesem Jahr die Studie "Azubi-Recruiting Trends" (Personalstudie) in die fünfte Runde. Dazu hat der Solinger Ausbildungsspezialist u-form Testsysteme eine bundesweite Online-Befragung von Ausbildungsverantwortlichen www.personalstudie.de und angehenden Azubis www.ausbildungsstudie.de. Die Studie ist die größte ihrer Art zum Thema Azubi-Marketing und -Recruiting in Deutschland. Wie schon die Studien in den vergangenen Jahren wird auch 2014 die Studie "Azubi-Recruiting Trends" wieder von Prof. Dr. Daniela Eisele (Hochschule Heilbronn) wissenschaftlich betreut. Wie 2013 werden auch in diesem Jahr parallel Azubis und Azubi-Bewerber befragt. Um möglichst viele von ihnen zu erreichen, kooperiert u-form Testsysteme erstmals mit Yousty, dem Online-Berufsnetzwerk für Jugendliche in Deutschland www.yousty.de. Teilnehmer erhalten anschließend die Studienergebnisse kostenlos zum Download.

Beispielhafte Ansätze

Auf dem Internetportal „Stark für Ausbildung“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird, sind eine ganze Reihe von guten Praxisbeispielen für das Azubi-Recruiting veröffentlicht.

Die „Stiftung Weiterbildung“ im Kreis Unna hat die Idee vom „Ausbildungsbotschafter“ in die Tat umgesetzt www.stiftung-weiterbildung.de. Die AzuBos sollen Schüler weiterführenden Schulen authentische Einblicke in ihre Ausbildungsberufe vermitteln. Dabei berichten sie von ihrer eigenen Berufswahl, stellen ihren Ausbildungsberuf, ihr Ausbildungsunternehmen und den Arbeitsalltag vor.

Dynamisches Wachstum bei dualem Studium hält an

Die Dynamik dualer Studiengänge ist ungebrochen: Die „AusbildungPlus“-Datenbank des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) verzeichnete 2013 mit 11,4 Prozent eine zweistellige Zuwachsrate bei der Anzahl dualer Studiengänge für die Erstausbildung. Die Datenbank erfasst damit aktuell 1.014 duale Studiengänge mit einer gleichzeitigen Ausbildung im Betrieb und an einer (Fach-)Hochschule beziehungsweise Berufsakademie. Hinzu kommen inzwischen weitere 447 Studiengänge für die Weiterbildung. Die Zahl der bei registrierten Studierenden stieg von rund 41.000 im Jahr 2004 auf rund 64.400 in 2013. Eine Übersicht zu Studiengängen sowie Hochschulen für das „Duale Studium“ in Deutschland ist unter www.wegweiser-duales-studium.de abrufbar. Unternehmen werden zudem aktiv unterstütz von ihrer regionalen IHK oder Handwerkskammer.

Teilzeitausbildung wird aktiv gefördert

Mit dem Programm JOBSTARTER – gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF – Bericht zum Thema kostenlos downloadbar unter www.bmbf.de und des Europäischen Sozialfonds (ESF) – besteht eine Initiative zur Verbesserung der Ausbildungsplatzsituation von Jugendlichen und zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen. Ausbildung in Teilzeit ist dabei ein wichtiger Themenbereich. JOBSTARTER-Projekte schaffen Ausbildungsplätze in Teilzeit, beraten Betriebe und junge Erwachsene beim Einstieg in das Modell und verankern diese Ausbildungsform in regionalen Ausbildungsstrukturen. Veröffentlichungen zur Ausbildung in Teilzeit können im Internetangebot des Programms JOBSTARTER kostenlos unter www.jobstarter.de bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden. Weitere Informationen finden sich in der Fachzeitschrift "Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis – BWP" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Heft 1/2013, im Beitrag von Naomi Gericke und Nicole Lissek: „Noch wenig praktiziert: Teilzeitberufsausbildung im dualen System“ sowie im Beitrag von Karl Ulrich Voss: „Teilzeitausbildung – flexible Form für besonderen Bedarf und immer noch neu“ unter www.bibb.de

Anleitung für Skype-Bewerbungsgespräche

Wettbewerbsdruck, demografischer Wandel und nachhaltiger Fachkräftemangel in Deutschland sorgen dafür, dass Arbeitgeber ihre potenziellen Mitarbeiter auf nationalen wie internationalen Arbeitsmärkten suchen. Dazu müssen die Recruiting‐Kanäle an die jeweiligen Zielgruppen angepasst sein. So sind beispielsweise IT‐ und E‐Commerce‐Spezialisten verstärkt im Social Web unterwegs. Um Mitarbeiter für diese Bereiche zu gewinnen, liegt es nahe, die Bewerber genau dort anzusprechen. Deshalb setzt z.B. die Otto Group seit Anfang 2009 zusätzlich Social Media‐Kanäle und Web‐Tools zur Rekrutierung ihrer Mitarbeiter ein. Das Herzstück des Otto Group Recruitings ist die Otto Group Karriereseite. Neben den gängigen Informationsplattformen wie Jobbörsen und dem Otto Group Xing‐Profil bieten Tools wie Facebook, Twitter und YouTube die Möglichkeit, sich der Zielgruppe in einem anderen Kontext, zu nähern. Bewerbungsgespräche werden dabei immer häufiger über Skype geführt, wofür es einen eigenen Leitfaden gibt www.otto.com.

Wie wichtig sind Social Media beim Azubi-Recruiting?

Überschätzen Ausbildungsbetriebe die Möglichkeiten von Social Media für die Gewinnung von Azubis? Folgen sie nur im Herdentrieb einem verlockenden Trend? Die Ergebnisse einer Befragung von knapp 3.000 Schülerinnen und Schülern durch die STRIMacademy legen diese Schlussfolgerung nahe. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie gibt es zum Download unter www.azubiyo.de

Lohnende Literatur

Der Paritätische Wohlfahrtsverband stellt im Internet kostenlos die Broschüre „Wie gewinne ich junge Mitarbeiter für mein Unternehmen?“ zum Download www.der-paritaetische.de zur Verfügung. Trotz des Schwerpunkts bei Sozial- und Gesundheitsberufen finden sich dort zahlreiche wertvolle Hinweise und hilfreiche Checklisten für ein gezieltes Personalmarketing bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.