Wissen kompakt: „Mobiles Arbeiten“

Mobiles Arbeiten kennt neben dem Schutz von Unternehmenswerten noch eine weitere Aufgabe: die Abwehr von Gefahren und Risiken für die personenbezogene Datenverarbeitung und für die Mitarbeiterdaten. Hier handeln Unternehmen nicht nur im eigenen Interesse, sondern auch, weil es Gesetze ihnen befehlen. Eine Orientierungshilfe des Landesbeauftragten für den Datenschutz in Niedersachsen setzt sich mit möglichen Gefahren auseinander und gibt konkrete Empfehlungen für technische und organisatorische Sicherungsmaßnahmen. 

Ist die nahezu ständige Erreichbarkeit für Kunden und Vorgesetzte ein klarer Wettbewerbsvorteil des Unternehmens, kann sie für den mobil Arbeitenden zur körperlichen und seelischen Belastung werden. Überforderung durch Zeitdruck und kaum planbare Pausen, körperliche Beschwerden infolge unergonomischer Bedingungen während langer Fahrten oder die fehlende soziale Einbindung im Betrieb sind nur einige der Auswirkungen. Die gesetzliche Unfallversicherung VBG hält Tipps für Unternehmen parat, wie diese ihre Beschäftigten bei der mobilen Arbeit unterstützen können. Anregungen zur Gestaltung mobiler Bildschirmarbeit bietet die Broschüre Mobil arbeiten mit Notebook und Co. Zehn Tipps für Mobilarbeiter zum Selbstmanagement stehen im neuen Sicherheitsreport.

Das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr berät und begleitet bei der Einführung von E-Business-Lösungen als unabhängiger und unparteilicher Lotse für das Themengebiet „E-Business in Mittelstand und Handwerk“. Das Netzwerk ist das einzige bundesweite Angebot seiner Art. Es stellt Informationen in Form von Handlungsanleitungen, Studien und Leitfäden zur Verfügung, die auf dem zentralen Auftritt www.ec-net.de heruntergeladen werden können. Die Arbeit des Netzwerks wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt nützliche Empfehlungen zur „Mobilen Security“ und ist auch sonst eine gute Quelle für Anregungen zu Datenschutz und Datensicherheit.

Das Institut für Internet-Sicherheit ist eine fachbereichsübergreifende wissenschaftliche Einrichtung der Fachhochschule Gelsenkirchen. Es forscht und entwickelt auf Basis innovativer Konzepte im Bereich der Internet-Sicherheit. 2005 gegründet, hat es sich unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Pohlmann und in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft innerhalb kurzer Zeit einen Ruf als eine der führenden deutschen Forschungsinstitutionen der IT-Sicherheit gemacht.

Die ENISA – European Network and Information Security Agency – steht vor allem Kleinstunternehmen in Sachen IT-Sicherheit zur Seite. Auf ihrer Download-Seite stehen Informationen bereit, die aber auch für größere Unternehmen nützlich sind: 20 (fast) kostenlose IT-Sicherheit-Tipps, IT-Sicherheit-Entscheidungshilfe – kann ich es selber machen? Sowie eine Maßnahmen-Checkliste, die grundsätzliche Aktivitäten darstellt, mit denen systematisch eine höhere IT-Sicherheit bei vertretbarem Aufwand erzielt werden kann.

Illustration: Daniel Althausen