Fünf Jahre ist es nun her, dass das Arbeitslosengeld II – besser bekannt als Hartz IV – im Zuge der Arbeitsmarktreform eingeführt wurde. Die Bilanz ist positiv.

Obwohl es noch Schwachstellen gibt, die dringend behoben werden müssten, ist nach Meinung der Experten die Entwicklung durchaus positiv zu bewerten. Allerdings schaffen es immer noch die wenigsten, von Hartz IV in eine berufliche Anstellung zu wechseln.


Laut der Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), ist es gerade mal die Hälfte der Arbeitslosengeld-II-Bezieher. Davon jedoch findet jeder Achte einen Job in der Zeitarbeit.


Seit 2006 ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um mehr als eine halbe Million zurückgegangen, das sind insgesamt fast 10 Prozent. Die Kritik, dass die Armut in Deutschland durch Hartz IV zugenommen hat, weisen die Forscher des IAB zurück. Das Gegenteil sei der Fall: Laut Jochim Möller, dem Direktor des IAB „ist die Armut gleicher geworden“, das heißt, die Kluft zwischen arm und sehr arm sei geringer geworden. Allerdings gibt es hierzu zwischen den einzelnen Bundesländern sowie im Ost-West-Vergleich deutliche Unterschiede.