Demographischer Wandel erfordert Neuausrichtung verschiedener betrieblicher Bereiche.

Auf der einen Seite nimmt die Lebenserwartung des Einzelnen zu, aber auf der anderen sinkt die Geburtenrate stetig. Dieser demographische Wandel hat zur Folge, dass die Generation der Älteren bald die bevölkerungsgrößte sein wird. Auch die Arbeitswelt muss sich auf diese neuen Voraussetzungen einstellen. Das heißt für Unternehmen und Betriebe jeglicher Größe ein Umdenken und ein damit verbundenes Umstrukturieren von Arbeitsabläufen und Personalplanung.

In naher Zukunft werden die älteren Mitarbeiter eines Unternehmens den größten Teil der Belegschaft bilden. Aktuell sind die meisten Arbeitnehmer zwischen 36 und 50 Jahre alt, doch bald werden die über 50-jährigen in der Mehrheit sein. Dass hat zur Folge, dass Unternehmen den Fokus ihrer Personalpolitik verstärkt auf die Bedürfnisse älterer Mitarbeiter legen müssen, wenn es um Arbeitszeitmodelle oder Weiterbildungsangebote geht. Auch das Thema Gesundheitsvorsorge im Betrieb wird ein wichtiges Thema sein.

Vorurteile gegenüber der sinkenden Leistungsbereitschaft von älteren Kollegen sind laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW)  seitens der Jüngeren durchaus vorhanden. Doch kann gerade die Koalition von Mitarbeitern verschiedenen Alters ein erhöhter Mehrwert für ein Unternehmen bedeuten: Die Älteren punkten durch ihre Berufserfahrung und ihr dadurch gewachsenes Wissen – die Jüngeren dagegen haben oftmals neue Technologien schneller verinnerlicht, und bringen wiederum ihre aktuelle fachliche Qualifikation ein.