Bei firmeninternen Events sollte im Vorfeld geprüft werden, ob diese Auswirkungen auf die Lohnsteuer der Mitarbeiter haben.

In den Monaten Juni und Juli planen Firmen gerne ihre Sommerfeste. Eingeladen werden dann alle Mitarbeiter, zumeist auch deren Partner und Familien. Dieses Jahr fällt in diesen Zeitraum auch die Fußball-Weltmeisterschaft. In diesem Fall bietet es sich an, das Sommerfest mit einem WM-Event zu verbinden und über Fernseher oder eine Großleinwand, die an diesem Tag stattfindenden Spiele zu übertragen.

So wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen beziehungsweise zwei Veranstaltungen in einer verpackt. Im Vorfeld sollte jedoch geprüft werden, ob Auswirkungen auf die Lohnsteuer der Mitarbeiter zu erwarten sind. Denn steuerrechtlich dürfen pro Jahr insgesamt nur zwei Firmenfeste – an denen alle Mitarbeiter die Möglichkeit haben teilzunehmen und nicht nur ein bestimmter Personenkreis – stattfinden.

Dann dürfen Arbeitgeber pro Person 110 Euro für Speisen, Getränke, Geschenke oder eben auch eine Leinwand einplanen. In dieser Höhe werden die Kosten vom Finanzamt nicht als Arbeitslohn für Mitarbeiter betrachtet. Überschreiten die Ausgaben für die Veranstaltung allerdings die 110 Euro pro Person, wird das als Arbeitslohn berechnet. Und Kosten können bei dieser Art von Festlichkeiten schnell zusammenkommen.

Firmenveranstaltungen wie Weihnachtsfeiern, Karneval, Sommerfeste oder sportliche Gemeinschaftsevents werden vom Finanzamt häufig überwacht und geprüft. Unternehmen sind daher verpflichtet, die Teilnehmerzahl und die angefallenen Kosten zu dokumentieren, um formale und rechtliche Fehler zu vermeiden. Andernfalls ist mit Nachzahlungen zu rechnen.