Manche machen alles mit links

30. August 2010

Rund 10% aller Arbeitnehmer sind Linkshänder – und für die birgt so mancher Arbeitsplatz zahlreiche Gefahren. Eine Tatsache, die vielen Unternehmen gar nicht bewusst ist.

Linkshänder zu sein ist kein Makel. Trotz allem ist unsere (Arbeits-)welt sehr auf Rechtshänder ausgerichtet – sie sind deutlich in der Überzahl. Doch fühlen sich Linkshänder im Berufsleben oftmals benachteiligt gegenüber ihren andershändigen Kollegen: Egal ob die Küchengeräte in der Großküche, die Schere für den Friseur, das Werkzeug auf der Baustelle oder in der Werkstatt – es gibt viele Gefahrenquellen für Arbeitnehmer, bei denen die linke Hand die prominente ist.

Arbeitsgeräte und Hilfsmittel sind ursprünglich meistens für Rechtshänder entwickelt und produziert. Dadurch entstehen bei der Bedienung mit der linken Hand schneller Unfälle als bei „sachgemäßer“ Handhabung. Benutzt der Linkshänder dagegen ein Werkzeug mit der rechten Hand birgt das ebenfalls Gefahren. Denn die rechte Hand ist bei einem Menschen, der sonst alles mit links macht, viel schwächer und weniger geschickt. Durch die für ihn unnatürliche Haltung können Verkrampfungen sowie unbequeme und sogar lebensgefährliche Arbeitsabläufe entstehen.

Um Gefahren für linkshändige Mitarbeiter zu vermeiden ist es als Arbeitsgeber ratsam, speziell für Linkshänder entwickelte Arbeitsmittel zur Verfügung zu stellen. So wird Unfällen und Gefahren von vornherein vorgebeugt. Weitere Punkte, die die Zusammenarbeit von Rechts- und Linkshändern erleichtern, sind beispielsweise

  • Beschriftungen, die so an Maschinen angebracht sind, dass sie bei der Bedienung nicht aus Versehen mit dem Arm verdeckt werden
  • Maschinen, die für rechts- und linkshändige Bedienung einstellbar sind
  • Arbeitsutensilien, die eindeutig gekennzeichnet sind, für welche Hand sie konzipiert wurden
  • Arbeitsabläufe, die für Rechts- und für Linkshänder umsetzbar sind
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