Das Image der Personaler muss verbessert werden

22. September 2010

HR-Jobs sind bei Absolventen wenig attraktiv – Experten sehen dringenden Handlungsbedarf.

Die Arbeit der Personalabteilungen wird von Nicht-Personalern in erster Linie als Verwaltung und Dienstleistung angesehen. Darüber hinaus machen geringe fachliche sowie finanzielle Aufstiegsmöglichkeiten eine Tätigkeit im Personalmanagement für viele Berufseinsteiger eher uninteressant. Die Managementberatung Kienbaum befragte 800 Studenten und Absolventen, die deutsche Universitäten und Fachhochschulen besuchten, zur „Attraktivität des Personalmanagements“.

Befragte, die sich eine berufliche Zukunft im Personalbereich vorstellen konnten, hatten eindeutig andere Erwartungen an ihren Job als diejenigen, die an einer solchen Position kein Interesse zeigten. Für erstere zählte insbesondere der Kontakt zu ihren internen Kunden – wie Mitarbeiter, Vorgesetzte oder Geschäftspartner. Sie setzten sich gerne helfend ein und brachten das Unternehmen „aus dem Hintergrund“ voran. Für sie standen Kriterien wie Karriere, ein hohes Gehalt oder Ansehen nur an zweiter Stelle.

Dass eine solche Einstellung schon längst nicht mehr die Anforderungen eines erfolgreichen Personalmanagements erfüllt, wird von vielen Experten stark bemängelt. Beispielsweise setzt sich das Forum HR Young Professionals sehr dafür ein, den Bereich Human Resources Management in Unternehmen anerkannter, leistungsfähiger und innovativer werden zu lassen. Sie fordern in ihrem Positionspapier „konkrete Vorschläge für eine Professionalisierung des Personalmanagements“.

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