Götz Werner: Mit Sog anstatt mit Druck arbeiten

2. November 2010

Der dm-Chef Götz Werner hat seine ganz eigenen Führungsmethoden und ist damit sehr erfolgreich.

Das Drogerieunternehmen dm wurde 1973 von dem Drogistensohn Götz Werner gegründet. Bereits fünf Jahre später gab es über 100 dm-Filialen allein in Deutschland. Obwohl er bis dahin schon sehr erfolgreich war, änderte Werner ab 1992 die interne Organisation. Er wollte für seine Filialen mehr Eigenverantwortung und Selbstkontrolle erreichen. Dies beinhaltete beispielsweise die eigenständige Verwaltung des jeweiligen Filialsortiments oder die selbstständige Festlegung der Dienstpläne.

Werners Führungsansatz ist die persönliche Entwicklung seiner Mitarbeiter, Vertrauen und Kreativität. Seine Mitarbeiter sind für ihn keine Personalkosten sondern „Kreativposten mit Mitarbeitereinkommen“. Auszubildende heißen bei ihm „Lernlinge“. Alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit regelmäßig Workshops zu besuchen, die ihre Persönlichkeitsentwicklung fördern und unterstützen.

In einem Interview mit dem Handelsblatt, das im Oktober 2010 veröffentlicht wurde, spricht der bekennende Anthroposoph über die Beweggründe seines innovativen Führungsstils. Er erklärt, welche Ziele er verfolgt, wie er vorgeht und warum er damit erfolgreich ist. Wichtig ist, seiner Meinung nach, mit zu Sog zu arbeiten und nicht mit Druck. Für ihn ist der Austausch mit seinen Mitarbeitern auf Augenhöhe unabdingbar.

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