Immer mehr junge deutsche Unternehmer kommen auf den Geschmack: Sie gründen Firmen und verkaufen diese gewinnbringend.

In den USA ist diese Vorgehensweise schon längere Zeit üblich: Junge Menschen haben eine gute Idee, stampfen eine Firma aus dem Boden, machen das schnelle Geld, verkaufen das Unternehmen – und fangen mit einer neuen Idee nochmals von vorne an.

Experten sind der Frage nachgegangen, warum manche Menschen gute Geschäftseinfälle am laufenden Band haben, andere dagegen in ihrem ganzen Leben nicht einen einzigen. Nach Meinung der Gründungsforscher ist die Antwort ganz simpel: Die Mehrfachgründer gehen strategisch vor. Sie bewegen sich meistens in ein und derselben Branche. Sie „erfinden“ nicht ständig etwas Neues, sondern suchen Nischen und Lücken bestehender Technologien. Oder sie ahmen diese nach und suchen nur eine andere Zielgruppe dafür.

Auch in Deutschland ist der Trend zur Mehrfach-Gründung immer mehr im Kommen. Schon jetzt gibt es einige Jungunternehmer, die finanziell schon lange ausgesorgt haben – doch der Reiz an etwas Neuem treibt sie immer weiter voran. Experten bezeichnen dieses Phänomen mitunter sogar als Suchtverhalten: Die Firmengründung ist ihre Droge. Das Geld steht dabei nicht an erster Stelle.

Bekannte Beispiele für junge Mehrfach-Unternehmer in Deutschland sind beispielweise der XING-Gründer Lars Hinrichsen, der Qype-Erfinder Stephan Uhrenbacher oder der Gründer des Internetradios Last.fm, Stefan Glänzer.