Gender Management hat in Deutschland noch zu wenig Priorität

17. Januar 2011

Die Quote der Frauen in Vorstandspositionen liegt in Deutschland bei zwei Prozent – und damit ebenso niedrig wie die in Indien.

Obwohl die Zusammenhänge zwischen dem Einsatz weiblicher Führungskräfte und dem wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens heutzutage bekannt sind, liegt Deutschland diesbezüglich im weltweiten Vergleich deutlich zurück. Mit nur zwei Prozent weiblicher Unterstützung in der Führungsriege liegt Deutschland gleich auf mit Indien – gegenüber Schweden mit 17 Prozent oder den USA mit 14 Prozent.

An der internationalen McKinsey-Studie Women Matter 2010 nahmen im vergangenen Jahr knapp 1.500 Führungskräfte aus 300 Unternehmen teil, die zum Thema Gender Management befragt wurden. Nur 28 dieser 300 Betriebe sahen eine hohe Wichtigkeit darin, Frauen zu fördern und in führenden Positionen einzusetzen.

Um Gender Management in einem Unternehmen langfristig und mit positivem Erfolg einzuführen, muss dieser Ansatz von oberster Führungsspitze vorgelebt und kontrolliert werden. Neben vielen anderen Faktoren sollten spezielle Seminare und Coachingprogramme für Frauen neben geschlechterneutralen Angeboten ständig zur Verfügung stehen. Darüber hinaus müssen in diesem Kontext auch Lösungsmöglichkeiten für die Vereinbarung von Beruf und Familie geklärt sein.

Doch auch wenn Deutschland im weltweiten Vergleich zum Thema Gender Management sehr weit hinterher hinkt, gibt es eine gute Nachricht: Leading Women in Hamburg ist als erste und bisher einzige Personalberatung auf die Vermittlung weiblicher Führungskräfte und die Einführung von Gender-Diversity-Strategien in Unternehmen spezialisiert.

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