Was sind die Aufgaben eines Betriebsarztes?

21. Februar 2011

Betriebsärzte haben unterschiedliche Funktionen bei der Unfall- und Krankheitsvorbeugung im Unternehmen.

Jedes Unternehmen, das mindestens einen Mitarbeiter beschäftigt, ist gesetzlich verpflichtet, einen Betriebsarzt bereitzustellen. Das kann ein externer Arzt mit eigener Praxis sein oder – bei größeren Unternehmen – ein fest angestellter Arzt. Im 2. Abschnitt des ASiG (Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit) sind die Aufgaben und Rechte eines Betriebsarztes geregelt.

Die Aufgaben eines Betriebsarztes liegen hauptsächlich darin, durch entsprechende Maßnahmen arbeitsbedingte Unfälle und Erkrankungen zu verhindern. Er berät beispielsweise bei Fragen zur Arbeitsplatzgestaltung, zu Hygienevorschriften oder gesundheitsbewussten Arbeitsabläufen.

Darüber hinaus ist er jederzeit Ansprechpartner für die Mitarbeiter. Er betreut chronisch kranke oder behinderte Arbeitnehmer, führt Impfungen sowie betriebliche Vorsorgeuntersuchungen der Mitarbeiter durch. Handelt es sich hierbei um für die Berufsausübung notwendige Untersuchungen, dann darf der Betriebsarzt dem Arbeitgeber die Ergebnisse zugänglich machen. In allen anderen Belangen hat der Betriebsarzt wie jeder andere Arzt Schweigepflicht. Auch notärztliche Aufgaben und Erste Hilfe gehören zu seinem Bereich.

Ein Betriebsarzt hat gegenüber Mitarbeitern des Unternehmens keine Weisungsbefugnis. Ebenso wenig darf er Rezepte beziehungsweise Krankmeldungen ausstellen.

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