Studie besagt: Beide Geschlechter verdienen gleich viel

25. März 2011

Ist es wahr, dass Männer bei der Bezahlung noch immer deutlich bevorzugt werden? Eine Personalberatung hat das einmal genauer betrachtet.

Die Personalberatung Neumann International hat für ihre Studie Frauen und Gehälter 1.185 Personen befragt. Die Befragung erfolgte online unter männlichen und weiblichen Teilnehmern zwischen 20 und 70 Jahren.

Conrad Pramböck, Projektleiter der Studie, sieht in den meisten Statistiken, die Aussagen zu den großen Unterschieden zwischen Frauen- und Männergehältern machen, Äpfel mit Birnen verglichen. Denn das Ergebnis seiner Studie zeigt, dass Frauen und Männer in gleichen Positionen auch gleich entlohnt werden.

Zwar verdienen laut der Neumann-Studie 75 Prozent der Frauen weniger als ihre Männer oder ihre Lebensgefährten, doch 10 Prozent verdienen das Gleiche und 15 Prozent sogar mehr. Beim Vergleich dieser Zahlen muss bedacht werden, dass Frauen zum einen größtenteils in Bereichen und Branchen tätig sind, in denen die Gehälter grundsätzlich niedriger angesetzt sind – oder sie sind aufgrund der Kindererziehung nur in Teilzeit beschäftigt. Daraus resultierend verdient das weibliche Geschlecht im Schnitt tatsächlich weniger als das männliche.

Die Babypause sowie die oft damit verbundene Teilzeittätigkeit sei – laut der Ergebnisse aus der Studie – auch einer der Hauptgründe, weshalb vergleichsweise wenig Frauen eine Führungsposition inne haben. Auch wenn eine Frau nach der Erziehungszeit wieder Vollzeit in den Beruf zurückkehrt, hat sie es in der Regel schwer, wieder dort anzuknüpfen wo sie aufgehört hat.

Die Teilnehmer der Befragung wünschen sich zur lebensfreundlicheren Vereinbarkeit von Familie und Beruf generell bessere Möglichkeiten zur Betreuung der Kinder (89 Prozent), eine höhere Akzeptanz und Ansehen der berufstätigen Mütter (83 Prozent) sowie der Väter, die in Teilzeit arbeiten oder in Elternzeit gehen (76 Prozent).

investor relations