Zahl der Promotionen wächst stetig an

27. April 2011

Immer mehr Studenten möchten einen Doktortitel – doch promovieren bringt nicht unbedingt nur Vorteile.

Rund 25.000 Doktortitel werden jedes Jahr vergeben. Für die Doktoranden bedeutet dies im Voraus viel Arbeit, viele Entbehrungen und wenig Zeit für andere Dinge. Doch aufgrund der steigenden Immatrikulationen streben auch immer mehr Studenten nach ihrem Abschluss eine Promotion an. Besonders in den Bereichen Naturwissenschaft und Gesundheit ist die Zahl hoch.

Im Schnitt fängt ein Promovierter vier Jahre später an zu arbeiten als ein Absolvent, der nach dem Studium direkt ins Berufsleben einsteigt und viel früher die Möglichkeit hat, sein Wissen praktisch anzuwenden. Wer gut ist, kann in diesen vier Jahren bereits einen großen Karrieresprung machen, wodurch sich zunächst einmal ein finanzieller Vorteil gegenüber den Doktoranden ergibt. Dieser Vorsprung relativiert sich laut Dr. Sörge Drosten von Kienbaum für Menschen mit Doktortitel erst acht bis zehn Jahre nach der Promotion.

Auf lange Sicht jedoch verdienen Doktoren und Doktorinnen meist mehr als Nicht-Promovierte, sie genießen ein höheres Ansehen und man schreibt ihnen eine große Kompetenz auf ihrem Gebiet zu. Nichtsdestotrotz bedeutet der Titel nicht zwingend mehr Erfolg für die spätere Laufbahn.

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