Wenn’s im Büro wieder heiß wird ...

1. Juni 2011

Welche Pflichten haben Arbeitgeber, wenn sommerliche Temperaturen das Arbeiten beeinflussen?

Heute ist der 1. Juni und somit meteorologischer Sommeranfang. Endlich – werden viele sagen. Denn Sommer bedeutet warme Temperaturen und (hoffentlich) schönes Wetter. Doch Sommer bedeutet auch, dass die Temperaturen am Arbeitsplatz steigen, manchmal fast ins Unerträgliche.

In der ASR A3.5 (ASR = Technische Regeln für Arbeitsstätten) sind die Raumtemperaturen geregelt. Demnach sollten die Temperaturen in Arbeitsräumen, in denen sitzende Tätigkeiten ausgeführt werden, beispielsweise in einem Büro, in der Regel nicht mehr als 26 Grad Celsius betragen. Im Sommer ist dieser Grenzwert schnell mal überschritten. Dann müssen Arbeitgeber Maßnahmen ergreifen, die den Mitarbeitern das Arbeiten trotz Hitze erleichtern.

Dazu gehört beispielsweise die Möglichkeit, Fenster und Oberlichter mit Jalousien beziehungsweise Sonnenschutz zu verdunkeln, die effektive Steuerung der Lüftung oder auch Reduzieren des Betriebs technischer Geräte, die zusätzlich Wärme erzeugen. Darüber hinaus sind das zur Verfügung stellen kühler Getränke, die flexible Anpassung der Gleitzeitregelung sowie eine Lockerung der Dress-Code-Regeln Maßnahmen, mit denen Arbeitgeber ihrer Belegschaft sehr entgegen kommen. Steigt das Thermometer allerdings in Büroräumen doch einmal über 35 Grad Celsius und es können keine Ersatzräume zur Verfügung gestellt werden, muss der Vorgesetzte seinen Mitarbeitern Hitzefrei gewähren – mit Weiterzahlung des Arbeitsentgelts.

Ein Tipp: Früh morgens bei Arbeitsbeginn gut durchlüften und anschließend Fenster und Jalousien schließen – so kann trotz hoher Temperaturen die Hitze in Räumen eingeschränkt werden.

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