DGFP-Studie: Nur 28 Prozent der Unternehmen gestatten uneingeschränkten Zugang

Die Nutzung sozialer Netzwerke während der Arbeitszeit wird in deutschen Unternehmen noch sehr unterschiedlich gehandhabt. Das ergab eine Online-Befragung der Deutschen Gesellschaft für Personalführung, die Ende März 2012 unter der Beteiligung von 202 Personalmanagern durchgeführt wurde.

Während rund 28 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern „freie Hand“ lassen, also die Nutzung sozialer Netzwerke am Arbeitsplatz auch zu privaten Zwecken gestatten, untersagen dies rund 26 Prozent der befragten Firmen. Einen Mittelweg, der eine zeitliche Nutzungsbeschränkung vorsieht, verfolgen 12 Prozent; andere Unternehmen (10 Prozent) gestatten den Zugriff nur ausgewählten Nutzergruppen. Und 15 Prozent haben bezüglich der Nutzung Sozialer Netzwerke noch keine Entscheidung getroffen.

Erhalten im Unternehmen nur bestimmte Nutzergruppen Zugang zu Sozialen Medien, sind dies in der Regel Marketing, Vertrieb und HR. Werden nur einzelne Netzwerke zur Benutzung freigegeben, was in 7 Prozent der befragten Betriebe der Fall ist, handelt es sich meist um die sogenannten Professional Networks wie LinkedIn oder XING.

Lohnenswert ist es, im Unternehmen Medienkompetenz im Umgang mit Sozialen Netzwerken aufzubauen und Social Media Guidelines einzuführen. Denn in jedem zehnten Unternehmen, so die Studie, wurden bereits arbeitsrechtliche Maßnahmen im Zusammenhang mit Social Media ergriffen. Dabei standen in erster Linie unzulässige Äußerungen oder eine (übermäßige) private Nutzung im Vordergrund.