Unternehmen erkennen autistische Menschen als wertvolle Mitarbeiter

17. September 2012

Bei der Firma auticon in Berlin arbeiten Autisten mit dem Asperger-Syndrom als Software-Tester.

Autismus ist nicht gleich Autismus, die Krankheit äußert sich in ganz unterschiedlicher Form. Eine davon ist das Asperger-Syndrom. Menschen, die daran leiden, unterscheiden sich weder in ihrer Intelligenz noch in ihrem Sprachvermögen von „Gesunden“. Sie haben lediglich Schwächen im sozialen Umgang mit anderen Menschen sowie Schwierigkeiten, Emotionen wahrzunehmen oder Blickkontakte einzuschätzen.

Dafür haben Menschen mit dem Asperger-Syndrom meist ein fotografisches Gedächtnis, ein ausgeprägtes Konzentrationsvermögen und sie können gut beobachten. Ihre Stärken liegen im Umgang mit Zahlen, Formeln und Regeln. Das erkennen weltweit immer mehr Unternehmen, denn gerade im IT-Bereich werden solche Fähigkeiten gebraucht und gesucht.

Auch die auticon GmbH setzt auf das Potential der Menschen mit Asperger-Syndrom: Sie nutzt die logisch-analytischen Geschicke ihrer Consultants und setzt sie für das Testen von Software sowie die Qualitätssicherung bei Kundenunternehmen ein. Zu den Aufgaben gehören auch die Analyse und Korrektur von Daten durch visuellen Abgleich oder Datenerfassung und Indexierung.

Autisten haben es in der Regel sehr schwer, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Daher ist eine Tätigkeit, die ihre Begabungen fördert und fordert, für sie ein großer Schritt in die Selbstständigkeit. Wichtig bei der Beschäftigung autistischer Menschen ist, ihnen ein für sie angenehmes, vertrautes Umfeld zu schaffen. Dazu gehört ein ruhiger Arbeitsplatz ohne ständige Störquellen, eindeutige Arbeitsanweisungen sowie ausreichend Pausen.

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