Aufgaben zu delegieren und damit Verantwortung abzugeben, ist für Menschen mit Vorgesetztenfunktion nicht immer einfach. „Mache ich es selbst, geht es schneller und ich weiß, dass es hinterher richtig ist“ – diese Überzeugung ist sicherlich oftmals der Antrieb, Mitarbeiter nur wenig in die Entscheidungs- und Lösungsfindung einzubeziehen. Wenn ein Chef versucht, alles selbst zu erledigen, belastet er sich unnötig, gibt womöglich wichtige Informationen nicht weiter und vernachlässigt seine Führungsaufgaben.

Doch Delegieren will gelernt sein. Zuerst einmal muss überlegt werden, welche Aufgabe mit welchem Ziel an wen abgegeben werden soll. Auch die Art der Umsetzung sowie der Zeitrahmen müssen vor Abgabe des Auftrages festgelegt sein. Ein sogenanntes Delegationsformular hilft beispielsweise dabei, zwischen Planung, Organisation und Kontrolle den Überblick zu behalten.

Delegiert werden häufig Aufgaben, die zum einen zeitaufwändig, zum anderen nicht sehr beliebt sind. Jedoch sollten Tätigkeiten, die an Mitarbeiter übertragen werden, diese auch fördern und fordern. Hinsichtlich der Effizienz des Unternehmens ist es von Vorteil, für die einzelnen Aufgaben Personen auszuwählen, die auf den entsprechenden Gebieten Kenntnisse und Wissen mitbringen.

Durch die Weitergabe von Vertrauen, und damit auch von Verantwortung durch den Vorgesetzten, werden die Zufriedenheit und Arbeitsmoral der Mitarbeiter erhöht. Somit ist das Delegieren auch als wichtiges Führungsinstrument zu bewerten.