HIV am Arbeitsplatz

21. November 2012

In Deutschland gehen rund zwei Drittel der Menschen mit HIV einer beruflichen Tätigkeit nach – doch müssen sie ihren Arbeitgeber über Ihre Erkrankung informieren?

Eine HIV-Erkrankung war vor einigen Jahren noch gleichgesetzt mit großer Ansteckungsgefahr und baldigem Tod. Dabei hat sich die medizinische Versorgung der HIV-Erkrankten inzwischen sehr viel weiter entwickelt, so dass die meisten von ihnen ein fast ganz normales Leben führen können. Ihre Lebenserwartung ist nicht zwangsläufig geringer ist als die von Gesunden.

Auch einer Arbeit nachzugehen ist für ein Drittel der in HIV-Positiven selbstverständlich. Zwar ist es nicht unbedingt ratsam, körperlich extrem schwere Tätigkeiten auszuführen. Doch für die meisten Berufe stellt die HIV-Erkrankung kein Hindernis dar. HIV-Kranke arbeiten auch als Erzieher, in der Krankenpflege oder in anderen Berufen mit Kundenkontakt.

Betroffene haben häufig Sorge, abgelehnt, gemobbt oder ausgeschlossen zu werden, wenn sie sich im Arbeitsumfeld outen. Doch es ist keine Pflicht für Arbeitnehmer mit HIV, ihren Vorgesetzten oder Kollegen davon zu erzählen. Auch beim Vorstellungsgespräch müssen sie nichts von ihrer Erkrankung sagen.

Denn im normalen Berufsleben ist eine Infektionsgefahr nahezu ausgeschlossen. Deshalb sollten Arbeitgeber sich und ihre Belegschaft über die HIV-Erkrankung informieren und aufklären. Denn nur so ist es möglich, Vorurteile abzubauen und Betroffene als gleichwertige Mitarbeiter zu integrieren. Weitere Informationen gibt es unter anderem bei der Deutschen AIDS-Hilfe.

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