Wie viel Urlaubsgeld bekommen deutsche Arbeitnehmer?

17. Juni 2013

Die Höhe des Urlaubsgeldes ist stark abhängig von Branche, Region, Beschäftigungsdauer und Geschlecht.

Es ist Sommer und für viele Berufstätige beginnt jetzt die Urlaubszeit. (Fern-)Reisen werden geplant und gebucht, denn einmal im Jahr möchte man raus aus dem Alltag und sich etwas gönnen. Dann kommt es gut gelegen, wenn der Arbeitgeber die Reisekasse ein wenig füllt. In Deutschland bekommen 47 Prozent der Arbeitgeber ein Urlaubsgeld ausbezahlt. Jedoch unterscheidet sich das nochmals zwischen Beschäftigten mit tarifgebundenem Arbeitsverhältnis und solchen ohne: Erstere bekommen zu 59 Prozent einen Urlaubszuschuss, die anderen nur zu 35 Prozent. Das ermittelte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.

Die Höhe der Extraauszahlung geht innerhalb der einzelnen Branchen weit auseinander. So bekommen in diesem Jahr Beschäftigte aus dem Steinkohlebau Ruhr 155 Euro, aus der Holz- und Kunststoffverarbeitung West dagegen gut 2.200 Euro Urlaubsgeld. Das sind Beispiele aus Berufszweigen, die an einen Tarifvertrag gebunden sind.

In Westdeutschland bekommen die Arbeitnehmer in der Regel ein deutlich höheres Urlausgeld als im Osten. Auch die bisherige Dauer der Beschäftigung fließt in die Berechnung des Zuschlags mit ein. Sogar das Geschlecht spielt eine Rolle: Männer beziehen häufiger Urlaubsgeld als Frauen.

Die Hans-Böckler-Stiftung veröffentlichte auf ihrer Website eine Pressemitteilung zum Thema mit entsprechenden Grafiken und Tabellen. Diese geben eine Zusammenfassung der Ergebnisse einer Online-Umfrage unter 20.300 Beschäftigten.

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