Schränken zu enge Krawatten die Arbeitsleistung ein?

28. Juni 2013

Eine Pilotstudie ergab, dass bei Männern mit zu eng gebundenen Schlipsen die Konzentration sinkt.

Die Hohenstein Institute in Bönnigheim forschen und entwickeln an Produkten und Verfahren für den Textilbereich. Sie arbeiten mit Unternehmen aus Industrie und Handel zusammen, um bestmögliche Lösungen, beispielsweise für Berufskleidung oder Hygienemaßnahmen in Krankenhauswäschereien zu finden. In einer Pilotstudie untersuchten die Hohenstein Institute den Einfluss von zu eng gebunden Krawatten auf die geistige Leistungsfähigkeit bei der Arbeit.

Das Tragen von Anzug und Krawatte sind in vielen Unternehmen – vor allem auch in den Führungsetagen – für Männer Pflicht. Die Studie ergab jedoch, dass 80 Prozent der Schlipsträger ihre Krawattenknoten zu eng schnüren. Dadurch werden die am Hals liegenden Blutgefäße abgedrückt. Das wiederum erhöht den Druck im Kopf und wirkt sich negativ auf das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit aus.

Die Konzentration der an der Studie teilnehmenden Probanden sank bei einem Druck zwischen Haut und Hemdkragen von 40-60 mmHg (Maßangabe für Drücke) während einer Stunde um bis 70 Prozent. Dabei stieg auch die Fehlerrate bei Aufgaben, die Reaktion und Koordination überprüften, wohl um 85 Prozent an.

Bei Betrachtung solcher Ergebnisse sollte es doch allen krawattentragenden Männern (und natürlich auch Frauen) ab sofort gestattet werden, ihren Schlips bei der Arbeit etwas lockerer zu schnüren – und das nicht nur an den heißen Tagen.

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