Soft Skills: Fähigkeiten, die nicht messbar, aber dringend notwendig sind

20. September 2013

Wenn es ein Attribut gibt, das in fast jeder Stellenanzeige vorkommt, dann ist dies wohl die „Teamfähigkeit“. Egal, ob es sich um eine akademische Ausschreibung oder eine an die Facharbeiterschaft gerichtete Anzeige handelt. Sogar im Helferbereich spielt sie häufig eine Rolle.

Bei der Teamfähigkeit handelt es sich um eine sogenannte Schlüsselqualifikation, auch Soft Skill oder „weiche“ Fähigkeit genannt. Dazu gehören Persönlichkeitsmerkmale wie beispielsweise Neigungen, Interessen oder auch Belastbarkeitsgrenzen. Diese Schlüsselqualifikationen haben nichts mit dem erlernten Fachwissen zu tun, sondern gewähren durch gemeinsames, soziales Agieren eine optimale Projektbearbeitung in der Gruppe. Das ist ein wichtiger Punkt im Abbau möglicher Konfliktpotentiale. Die Teamfähigkeit fällt damit unter die sogenannten Handlungskompetenzen. Je nach Berufszweig werden unterschiedliche Kompetenzen benötigt, die sich mit der Zeit auch wandeln können.

Gibt es auch falsche Schlüsselkompetenzen? Zunächst einmal ist jede Form der sozialen Kompetenz wertvoll. Doch kann es sein, dass genau das, was einen Menschen ausmacht, ihm im Berufsleben letztlich im Weg steht und dadurch demotiviert. Insofern kommt es darauf an, welche Soft Skills jederzeit abrufbar sind und wie flexibel jemand im Einsatz derselben ist.

Beispiel: Bedeutet Kommunikationsfähigkeit auch gleichzeitig Bedarf an Kommunikation? Dann wäre es nicht förderlich, alleine in einem Büro zu arbeiten. Oder ein Arbeitnehmer verfügt über ein besonderes Talent zur Teamfähigkeit, kann es jedoch gegenüber dem dominanten Chef nicht einbringen? Dann ist eventuell der ehrenamtliche Einsatz nach Feierabend im Rahmen eines großen Teams eine befriedigende Lösung für den Betroffenen.

Oft sind die Anforderungen seitens des Arbeitgebers allerdings nicht unmittelbar transparent. Werden die Erwartungen ausdrücklich im Vorstellungsgespräch oder der Stellenbeschreibung formuliert, kann sich der Mitarbeiter darauf einstellen. Ist dem nicht so, benötigt er unter Umständen eine gewisse Zeit bis er erkennt, welche wichtige Soft Skills für seinen Arbeitsbereich sind.

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