Resturlaub aus dem Vorjahr: Was passiert damit?

17. Januar 2014

Gründe, weshalb Urlaubstage von einem Jahr in das nächste übertragen werden dürfen – und wann sie verfallen.

Das neue Jahr ist noch ganz jung und das Erholungsurlaubskonto eines jeden Mitarbeiters wieder gut gefüllt. Doch so manch einer muss, bevor er sich an die Verplanung der neuen Urlaubstage macht, erst einmal noch den Resturlaub vom Vorjahr aufbrauchen. Laut Bundesurlaubsgesetz verfallen Urlaubstage, die bis spätestens 31. Dezember eines Jahres nicht genommen wurden, automatisch. Doch es gibt auch Ausnahmen, bei denen übriggebliebene Tage ins nächste Jahr übertragen werden dürfen. Diese verfallen dann erst Ende März des jeweiligen Jahres endgültig.

Für viele Arbeitnehmer ist das Nehmen des mit dem Arbeitgeber vereinbarten Urlaubs mitunter gar nicht so einfach, denn häufig fehlt schlicht die Möglichkeit, Urlaubsansprüche in der vorgesehenen Zeit geltend zu machen. Triftige Gründe hierfür sind beispielsweise wenn eine Langzeiterkrankung besteht (auch dann stehen dem Arbeitnehmer vier Wochen bezahlter Urlaub zu, der nicht zwingend im laufenden Jahreszeitraum genommen werden muss) oder wenn der Arbeitgeber dem Mitarbeiter aus betrieblichen Anlässen die Gewährung des vereinbarten Urlaubs verweigert (dann müssen beide Seiten eine individuelle Lösung finden, die den Vorjahresurlaubsanspruch über den März hinaus gelten lässt).

Viele Arbeitnehmer sammeln ihre Urlaubstage gerne an, um gegebenenfalls irgendwann einmal eine längere Auszeit zu nehmen. Allerdings sollten Arbeitgeber und Vorgesetzte darauf achten, dass ihre Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen ein paar Tage am Stück Erholungszeiten nehmen – und diese vor allem auch gewährt bekommen. Nicht zuletzt, um die Arbeitskraft und -qualität der Belegschaft langfristig zu erhalten.

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