Dort arbeiten wo Familie Müller wohnt ...

14. März 2014

Die Werbeagentur Jung von Matt baute das Wohnzimmer einer durchschnittlichen deutschen Familie nach – und entwickelt darin jetzt neue Ideen für ihre tägliche Arbeit.

Wer ist eigentlich der durchschnittliche Bürger der Bundesrepublik Deutschland? Was mag er, wie heißt er, welche Schulbildung hat er und welchen Beruf, wohin fährt er in den Urlaub und wie viele Kinder hat er? Und vor allem: Wie wohnt ein Durchschnittsdeutscher?

All diese Fragen stellte sich die Werbeagentur Jung von Matt vor einigen Jahren. Durch die Auswertung vieler Daten, die sie unter anderem vom Statistischen Bundesamt und vom Institut für Demoskopie bezog, erschuf sie das Abbild des Lebens und der Vorlieben einer typisch deutschen Familie. Heraus kam Familie Müller, die Eheleute Claudia und Thomas haben einen Sohn, sein Name ist Jan. Sie leben in einer 3,5-Zimmer-Wohnung, fahren VW Golf und verbringen ihren Urlaub gerne an der Ostsee oder in Bayern.

Auch die durchschnittliche Wohnungseinrichtung der Deutschen wurde genau beleuchtet. Hierzu dienten verschiedene Studien, Literaturquellen und vor allem auch das persönliche Gespräch mit den Menschen. Aus den gewonnenen Eindrücken ergab sich ein Wohnzimmer, das es in Deutschland in dieser oder ähnlicher Form wahrscheinlich zig-fach gibt: Dazu gehört unter anderem die obligatorische Polstergarnitur mit Ecksofa und Sessel, eine Schrankwand aus hellem Holz, Raufasertapete, eingerahmte Familienfotos, Keramikfigürchen und Plüschteddies im Regal und Orchideen oder Alpenveilchen auf dem Fensterbrett.

Jung von Matt legen viel Wert darauf, sich mit ihren Zielgruppen zu identifizieren. Deshalb richteten sie in ihrer Agentur ein typisches deutsches Wohnzimmer ein. Hier werden nun regelmäßig Meetings, Brainstormings und Diskussionsrunden abgehalten. Und das wohl mit großem Erfolg.

Und weil auch die jüngere Generation zur Zielgruppe gehört, wurde für den Sohn der Müllers ein Jugendzimmer geschaffen, das angeblich den Wünschen des durchschnittlichen deutschen Teenagers entspricht.

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