Wer mit Bus, Bahn oder Rad zur Arbeit fährt, lebt gesünder

Eine Britische Studie hat ergeben, dass Pendler, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, deutlich gesünder leben, als ihre autofahrenden Kolleginnen und Kollegen.

Bewegung tut Körper und Geist gut – das ist allgemein bekannt. Nun hat eine Untersuchung im British Medical Journal diese Aussage auch in Bezug auf den Arbeitsweg bestätigt. Wer zur Arbeit das Auto stehen lässt und per Fahrrad, Bus oder Bahn ins Büro fährt, ist bedeutend fitter.

Bei der Studie der London School of Hygiene and Tropical Medicine analysierten Wissenschaftler den Body-Mass-Index (BMI) und Körperfettanteil von rund 7500 Briten. Das Ergebnis zeigte, dass bei den Männern und Frauen, die per Bus, Bahn und Co. zur Arbeit fuhren, der BMI um bis zu einem Punkt (ein Punkt bei den Männern, 0,7 Punkte bei den Frauen) niedriger war, als bei den Kolleginnen und Kollegen, die das Auto zur Arbeit nahmen. Demnach ist der Durchschnittsmann der Studie (43 J., 1,76 cm, 86 kg) um drei Kilo und die Durchschnittsfrau (43 J., 1,63cm, 72 kg) um 2,5 Kilogramm leichter als die Autofahrer.

Ein Mangel an Bewegung im Arbeitsalltag kann überaus gravierende Auswirkungen haben und ist, laut einer Studie der Harvard University, die häufigste Ursache für Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, Diabetes sowie Herz-Kreislauferkrankungen. Schockierend sind zudem die Angaben des Statistischen Bundesamtes: 2012 nutzten gerademal 14 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland die öffentlichen Verkehrsmittel – 66 Prozent der Arbeitnehmer fuhren mit dem Auto zur Arbeit.

Demnach kann der morgendliche und oft hektische Sprint zum Bus durchaus als positiv bewertet werden: Der Puls schießt in die Höhe, der Kreislauf kommt in Schwung und das Glückshormon Serotonin wird ausgeschüttet. Beste Voraussetzungen also, um gut gelaunt und voller Elan in den Arbeitstag zu starten.