Leiden Sie an Bluthochdruck? Waren Sie in der Vergangenheit Alkoholiker?

20. Februar 2015

Das sind Fragen, die in Bewerbungsgesprächen durchaus erlaubt sind – je nach Berufsgruppe. Doch was muss – beziehungsweise darf – der Arbeitgeber über den Gesundheitszustand seines Mitarbeiters überhaupt wissen?

Arbeitgeber können nicht willkürlich ihre Mitarbeiter zum Gesundheitscheck verordnen. Erlaubt ist eine Anordnung zur ärztlichen Untersuchung nur für Arbeitnehmer bestimmter Berufsfelder, wie zum Beispiel Piloten, Mediziner oder LKW Fahrer. Doch selbst nach dem Gesundheitscheck darf im Gesundheitszeugnis lediglich die Information „geeignet“ oder „nicht geeignet“ stehen. Denn jeder Hausarzt und Betriebsarzt unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht. Das heißt, detaillierte Untersuchungsergebnisse dürfen nicht an den Arbeitgeber weitergegeben werden. Es sei denn, der Arbeitnehmer stimmt einer Aufhebung der Schweigepflicht zu.
Auch was die Untersuchungen angeht, sind den Ärzten die Hände gebunden. Für das Gesundheitszeugnis sind demnach nur Untersuchungen durchzuführen, die gesetzlich auch erlaubt sind. Arbeitnehmer haben zudem einen Anspruch zur freien Arztwahl – Forderungen vom Arbeitgeber zunächst den Betriebsarzt aufzusuchen sind arbeitsrechtlich unzulässig.

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