Arbeitsrecht-Irrtum der Woche

20. Mai 2015

Der Arbeitsrecht-Irrtum der Woche lautet: Eine Abfindung wird immer auf das Arbeitslosengeld angerechnet.

Der Gedanke, dass Abfindungen grundsätzlich auf das Arbeitslosengeld angerechnet werden, trügt. Denn grundsätzlich ist das nicht der Fall. Trennen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer im gegenseitigen Einvernehmen und wird die ordentliche Kündigungsfrist eingehalten, findet keine Anrechnung auf das Arbeitslosengeld statt. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Einigen sich beide Parteien auf eine Verkürzung der Kündigungsfrist und erhält der Arbeitnehmer eine Abfindung, ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld. Diese Sperrzeit dauert anschließend bis zum Ende der ursprünglichen Kündigungsfrist.

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