Umfrageergebnisse zeigen: Nur etwas mehr als die Hälfte aller Auszubildenden bleibt in ihrem erlernten Berufsfeld.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin haben rund 3.200 junge Arbeitnehmer und Auszubildende (15-24 Jahre) befragt – mit ernüchterndem Ergebnis. Gerade einmal 52 Prozent der ehemaligen Auszubildenden bleiben ihrem erlernten Beruf treu. Somit wechselten 48 Prozent der Befragten nach abgeschlossener Ausbildung das Berufsfeld. Die Forscher der BIBB-Umfrage sehen die Gründe für den Berufswechsel vor allem im Handwerk. So sind es im Handwerk meist kleine bis mittelständische Unternehmen, die mehr Auszubildende lehren, als sie anschließend übernehmen können. Demzufolge wechseln mehr Lehrlinge im Handwerk anschließend das Berufsfeld, als Auszubildende die eine Ausbildung in der Industrie absolvierten.
Aber auch die Qualifikation der Lehrlinge ist für den Berufswechsel ausschlaggebend. So zeigt die Analyse, dass Hauptschulabsolventen – im Vergleich mit Realschulabgängern, Abiturienten und Personen mit Fachhochschulreife – höhere Wechselquoten aufweisen. Des Weiteren kam die Umfrage zu dem Ergebnis, dass Männer (18 Prozent) häufiger das Berufsfeld wechseln, als Frauen (13 Prozent).