Erkältungszeit: Fast jeder Zweite bleibt zu Hause

12. Februar 2016

Viele Arbeitnehmer in Deutschland schleppen sich krank zur Arbeit, anstatt sich zu Hause auszukurieren. Das ergab eine Studie im Auftrag der Job- und Karriere-Community Glassdoor.

Husten, Schnupfen und Heiserkeit sind die klassischen Symptome einer Erkältung. Doch davon lassen sich die deutschen Arbeitnehmer nicht unterkriegen und gehen trotzdem zur Arbeit. So das Ergebnis der von Glassdoor in Auftrag gegebenen Studie. Von insgesamt 1.000 befragten Arbeitnehmern in Deutschland gaben 28,4 Prozent an, krank am Arbeitsplatz zu erscheinen. Bei einer Erkältung sieht sogar nur knapp jeder Zweite die Notwendigkeit, sich zu Hause auszukurieren. Unterschiede gibt es aber auch im Bezug auf das Alter der Arbeitnehmer. So sind jüngere Arbeitnehmer eher bereit eine erkältungsbedingte Auszeit zu nehmen als ihre älteren Kollegen. In der Generation der 55-64-Jährigen sahen lediglich 29,7 Prozent eine Erkältung als hinreichenden Grund, nicht zur Arbeit zu erscheinen. Auch einige geschlechterspezifische Klischees scheinen sich laut Umfrage zu bewahrheiten. Männer (43 Prozent) leiden unter Erkältungssymptomen scheinbar heftiger als Frauen (35,4 Prozent) und gönnen sich eher einmal einen Erholungstag.

Weniger verbreitet hingegen ist das Blaumachen. Dennoch gibt es auch bei den Blaumachern ähnliche alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede. Jeder zehnte Befragte (10,1 Prozent) gab an, für den nächsten Monat einen „krankheitsbedingten Fehltag“ bereits eingeplant zu haben. Frecher agieren dabei die Männer: Die Quote der männlichen Blaumacher ist mehr als doppelt so hoch als die der Frauen.

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