Was tun, wenn der Mitarbeiter schlechte Leistung erbringt?

15. Juli 2016

Frustrierend für Arbeitgeber und Kollegen: die sogenannten Low Performer. Was tun, wenn der Mitarbeiter trotz aller Maßnahmen weiterhin schlecht liefert? Kündigen?

Das Arbeitsrecht macht es Arbeitgebern – im Sinne des Arbeitnehmerschutzes – nicht leicht, leistungsschwache Arbeitnehmer ohne Weiteres zu kündigen. Dabei können die Low Performer, wie sie in der Fachsprache genannt werden, das Arbeitsklima wie auch die Unternehmensziele durchaus ins Wanken bringen. Alleine die Aussage, der Arbeitnehmer arbeite schlecht und unter den Erwartungen ist für die Richter vor Gericht nicht ausreichend.

Bevor Arbeitgeber jedoch eine Kündigung in Betracht ziehen, gibt es Maßnahmen wie beispielsweise ein Performance Improvement Plan – ein Plan zur Steigerung und Verbesserung der Leistung. In wöchentlichen oder monatlichen Gesprächen wird mit dem Arbeitnehmer über die erbrachten oder nicht erbrachten Leistungen gesprochen. Alle besprochenen Themen sollten jedoch gut dokumentiert werden. Im Falle einer Nichtverbesserung kommt es in letzter Instanz zur dann unvermeidmaren Kündigung.

Um eine Kündigung erfolgreich auszusprechen, brauchen Arbeitgeber Geduld und Beweise. Eine Vorbereitungszeit von drei bis sechs Monaten ist die Regel. In anderen Worten: Der Arbeitgeber soll die Wartezeit von sechs Monaten nach Beginn des Arbeitsverhältnisses nutzen, um eine detaillierte Dokumentation der Schlechtleistung des Mitarbeiters zu erfassen. Auch muss mindestens eine ausgesprochene Abmahnung in den Beweisunterlagen aufgeführt werden.

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