Regelungen zur Sozialversicherung bei der Beschäftigung von Praktikanten

21. September 2016

Bei der Beschäftigung von Praktikanten gibt es einiges zu beachten. Insbesondere beim Thema Sozialversicherungspflicht kann es schnell unübersichtlich werden. Entscheidend ist der vornehmliche Zweck der Beschäftigung.

Wer Studenten als Praktikanten einstellen möchte, muss hinsichtlich der Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen einiges beachten. Grundsätzlich gilt, dass Beschäftigte, deren Arbeitsleistung entlohnt wird, sozialversicherungspflichtig sind. Es gibt jedoch Ausnahmen. Ausschlaggebend ist, welchem Zweck die Beschäftigung dient.

Handelt es sich bei einem Praktikanten beispielsweise um eine Beschäftigung im Rahmen eines Zwischenpraktikums, also als ein in der Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschriebener Ausbildungsteil, besteht keine Sozialversicherungspflicht. Hier steht die Ausbildung im Vordergrund des Praktikums. Dabei gilt die Regelung unabhängig davon, ob dem Praktikanten ein Entgelt bezahlt wird oder nicht.

Anders verhält es sich, wenn der Praktikant vornehmlich im Unternehmen als Aushilfe eingestellt wird – der Ausbildungsaspekt also nicht im Vordergrund steht. In diesem Fall handelt es sich um eine abhängige Beschäftigung, die zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen verpflichtet.

Zuwiderhandlungen können negative Konsequenzen haben, die nicht nur eine Nachzahlung der noch offenen Beiträge zur Folge haben. Eine absichtlich falsche Deklarierung des tatsächlichen Beschäftigungsverhältnisses kann als Straftatbestand geahndet werden.
Die Sozialversicherungspflicht bei der Beschäftigung von Praktikanten ist allerdings ein sehr unübersichtliches Thema. Informationen und Unterstützung bieten hier die Krankenkassen oder die Handwerkskammern.

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