Berufliche Auszeit nötig? So klappt es mit dem Sabbatical

30. November 2016

Berufliche Auszeit nötig? So klappt es mit dem Sabbatical

Ein Sabbatical ist von dem herkömmlichen Urlaub zu unterscheiden. Urlaub wird im Bundesurlaubsgesetz als eine „bezahlte Freistellung von der Arbeitsleistung zum Zwecke der Erholung“ definiert. Ein Sabbatical hingegen wird gemeinhin als eine Auszeit zwischen drei und zwölf Monaten bezeichnet, welche die zukünftige Leistungsfähigkeit und die persönliche Entwicklung des Mitarbeiters fördern sollen.

Während ein Sabbatical in manch anderen Ländern als normal angesehen wird, gibt es in Deutschland für Arbeitnehmer keinen allgemeinen Rechtsanspruch. Anders sieht es für Beamte, Lehrer und Angestellte des Öffentlichen Dienstes aus, denn in diesen Bereichen existieren spezielle Gesetze, die eine längere Auszeit vergleichsweise gut regeln. Dennoch haben auch Arbeitnehmer gesetzlich gesehen einige Möglichkeiten, auf die sie sich beziehen können.


Sowohl im Gesetz zur sozialrechtlichen Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen, als auch im Gesetz zur Teilzeitarbeit und befristeten Arbeitsverträgen sind eine Verkürzung oder Verlängerung der Arbeitszeit geregelt. Daraus ergeben sich ganz unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten für ein Sabbatjahr.

So kann beispielsweise ein so genanntes Langzeitkonto eingerichtet werden auf dem Überstunden gesammelt werden. Nach Ende einer Ansparphase wird das Arbeitszeitguthaben in der Freistellungsphase eingelöst. Alternativ besteht die Möglichkeit, unbezahlten Urlaub zu nehmen. In diesem Fall muss sich der Mitarbeiter freiwillig krankenversichern. Eine Freistellung von anderen Sozialabgaben kann beantragt werden.

Eine Ablehnung des Sabbaticals darf der Arbeitgeber aus betrieblichen Gründen vornehmen. Allerdings muss er hierfür eine ordentliche Begründung vorlegen. Grundsätzlich gilt, dass zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber eine für beide Seiten verbindliche Vereinbarung getroffen werden muss. Diese sollte neben den eigentlichen Bedingungen für ein Sabbatjahr auch Regelungen für die Rückkehr des Mitarbeiters enthalten.

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