Da ist er wieder, der schwülwarme und hitzige Sommer! Doch was tun, wenn es am Arbeitsplatz unerträglich wird? Auch wenn es kein Hitzefrei gibt, muss der Arbeitgeber Hitzeschutz-Maßnahmen ergreifen.

Während draußen die 35 Grad geknackt werden, darf es in Arbeitsräumen grundsätzlich nicht mehr als 26 Grad warm sein. Wie immer gibt es auch hier Ausnahmen. Denn laut Gesetzgeber sind in besonderen Fällen auch Raumtemperaturen von 35 Grad zumutbar. Allerdings muss dann der Arbeitgeber Schutz-Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören zum Beispiel Jalousien zum Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung oder die Anpassung der Arbeitszeiten. Wer es gerne luftig mag, sollte beim Anschließen eines Ventilators jedoch den Chef vorerst um Erlaubnis bitten. Der Anschluss privater Geräte an das Stromnetz des Arbeitgebers kann durchaus heikel werden (Nachricht vom 11. Juni 2014).

Wird es trotz Hitzeschutz-Maßnahmen unerträglich im Büro, kann der Vorgesetzte oder der Betriebsrat darauf hingewiesen werden.

Mitarbeiter mit gesundheitlichen Problemen (Attest), sowie Schwangere oder stillende Mütter können bestimmte Raumtemperaturen von ihrem Arbeitgeber verlangen. Ist dies nicht möglich, besteht das Recht auf Freistellung.

Mitarbeiter die im Freien arbeiten, müssen an extrem heißen Tagen ebenfalls vor der Hitze geschützt werden. Arbeitgeber können hierfür Sonnensegel aufstellen, sowie Schutzkleidung, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und kostenloses Wasser bereitstellen.

Und für alle gilt bei dieser Hitze: Viel Wasser trinken, die direkte Sonne meiden und ab und an die Arme unter den Wasserhahn halten, das kühlt und ist angenehm frisch!