Wer Lust auf Meer hat, wäre im ostwestfälischen Herford im Grunde genau richtig aufgehoben. Nur leider ist er etwa 200 Millionen Jahre zu spät dran. Davon, dass die heutige Stadt mal am Meer lag, zeugen mittlerweile nur mehr Fossilien von Meereskrokodilen und anderen Lebewesen, die im Stadtteil Diebrock ausgegraben wurden. Bis zum nächstgelegenen Strand muss man heute einige Kilometer zurücklegen, aber das macht den Bewohnern der Hansestadt Herford nichts aus. Mit der Werre, der Aa und dem Stadtgraben hat ihre Stadt immer noch schöne Gewässer vorzuweisen. Einen Namen gemacht hat sich Herford im 18. Jahrhundert als Zentrum der Leinenindustrie. Bald kamen weitere Industriezweige wie das Brauereiwesen hinzu, die bis heute von wirtschaftlicher Bedeutung sind und viele Arbeitsplätze schaffen. Ebenso bietet Herford Jobs in der Logistik, im Handel und weiteren Branchen.
Als Kreisstadt und Sitz zahlreicher Behörden, Verwaltungs- und Bildungseinrichtungen spielt Herford in der Region eine große Rolle. Das Stadtzentrum von Bielefeld liegt rund 15 Kilometer von der mittelgroßen Stadt an der Werre entfernt, der Bielefelder Flughafen ist in weniger als 30 Minuten erreichbar. Dieser Umstand sowie vergleichsweise günstige Steuersätze für Betriebe trugen mitunter dazu bei, dass sich Konzerne und mittelständische Unternehmen in Herford niedergelassen haben. Einige Firmen sind bereits seit vielen Jahrzehnten hier ansässig und prägen den Arbeitsmarkt entsprechend. Krisensichere Jobs sind für Arbeitnehmer aller Qualifikationsniveaus verfügbar. Insbesondere öffentliche Institutionen sind immer wieder auf der Suche nach Fachkräften, während Menschen ohne Ausbildung leicht als Helfer in der Produktion einen Job finden.
Herford bietet zudem viele Möglichkeiten zur Weiterbildung. Direkt vor Ort kann man an der Hochschule für Finanzen Nordrhein-Westfalen studieren oder am bfw Herford berufsspezifische Fortbildungen absolvieren. Die Volkshochschule im Kreis Herford hält eine große Bandbreite an Kursen bereit.
Die wirtschaftlichen Schwerpunkte bilden die Textilindustrie, der Maschinenbau, die Lebensmittelindustrie sowie der Handel und die Logistik. Darüber hinaus arbeiten in Herford viele Menschen in der Kunststoffindustrie. Ein wichtiger Arbeitgeber ist zudem der öffentliche Dienst und zahlreiche Beschäftigte sind im Gesundheitswesen tätig.
Zu weiteren Top-Branchen zählen:
Arbeitsplätze in Herford sind über die A 2 oder die B 61 beispielsweise aus Bielefeld oder Gütersloh erreichbar. Die mittelgroße Stadt liegt ferner an der B 239, über die man nach Bad Salzuflen gelangt. Den Bahnhof Herford passieren zahlreiche IC-, Express- und Regionalbahn-Linien. Mehrere Stadtbusse bedienen den öffentlichen Personennahverkehr im Stadtgebiet. Des Weiteren gilt Herford als überaus fahrradfreundliche Stadt.
Herford ist eine lebendige Stadt mit einem riesigen Freizeitangebot und viel Grün. Auf über drei Hektar kann man im Tierpark Herford zahlreiche Tierarten beobachten. An der Grenze zur Nachbarstadt Bad Salzuflen lädt der Stadtpark zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Der Aawiesenpark wiederum eignet sich hervorragend, um Sport zu treiben oder ein Picknick zu genießen. Durch das Landschaftsschutzgebiet Füllenbruch verläuft eine schöne Wanderroute, die auch mit dem Fahrrad gut erkundet werden kann. Das Erlebnisbad H2O Herford erfreut sich insbesondere bei Familien großer Beliebtheit.
Die Gehälter in vielen deutschen Städten liegen zwar höher, jedoch fallen die Lebenshaltungskosten Herford sehr niedrig aus.
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