Als Klassikstadt sowie Wiege der ersten Republik ist das thüringische Weimar wohl jedem ein Begriff. Umso überraschter sind viele davon, wie nahezu winzig die Kulturstadt eigentlich ist. In den verschachtelten Gassen der atmosphärischen Altstadt mit Sehenswürdigkeiten wie Goethes Wohnhaus oder dem historischen Marktplatz kann man sich dennoch schnell verlaufen. Das macht aber nichts, denn an jeder Ecke findet sich ein gemütliches Café oder eine urige Kneipe, wo man einkehren kann. Oft werden dort lokale Köstlichkeiten wie Blechkuchen oder Thüringer Klöße serviert. Tatsächlich ist die Beschaulichkeit der Stadt an der Ilm nicht von Nachteil. Schließlich befinden sich Geschäfte, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie Freizeitangebote meist in fußläufiger Entfernung. Selbst den Weg zur Arbeit bestreiten viele Stadtbewohner, die „Weimarer“ und nicht, wie die Hunderasse, „Weimaraner“ genannt werden, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Die meisten von ihnen arbeiten im Dienstleistungssektor. Viele Arbeitsplätze schaffen ebenso der Handel, das Sozial- und Gesundheitswesen oder das Gastgewerbe. Daneben gibt es in Weimar Jobs im produzierenden Gewerbe, etwa im Maschinenbau.
Der Wirtschaftsstandort Weimar hat sich nach der Wende positiv entwickelt. In Standortrankings schneidet die thüringische Stadt gut ab. Beschäftigung findet die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer hier im Dienstleistungssektor, doch ebenso hält die Industrie viele Job-Optionen bereit. Neben einigen Großbetrieben und vielen mittelständischen Unternehmen haben sich mittlerweile mehrere Start-ups angesiedelt, die technologische Pionierarbeit leisten.
Die ortsansässige Bauhaus-Universität ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Kooperationspartner für viele Betriebe geworden. Darüber hinaus bietet sie die Möglichkeit zur Weiterbildung, etwa im Rahmen eines Studiums im medien- oder ingenieurwissenschaftlichen Bereich. Berufsspezifische Fortbildungen kann man am Handwerks-Bildungszentrum Weimar, am Bildungswerk Bau oder am Bildungszentrum Handel und Dienstleistungen Thüringen absolvieren. Die örtliche Volkshochschule bietet ebenfalls zahlreiche Kurse an.
Als Dienstleistungszentrum verzeichnet die freundliche Kulturstadt zahlreiche Beschäftigte in Bereichen wie dem Handel, dem Gesundheits- und Sozialwesen, dem Bildungswesen sowie dem Tourismus und der Gastronomie. Daneben gibt es Unternehmen in Weimar, die sich auf die Metall- oder Kunststoffverarbeitung, die pharmazeutische Industrie oder die Bautechnologie spezialisiert haben.
Weitere Top-Branchen sind:
Durch das südliche Stadtgebiet verläuft die A 4, über die man Jena und Gera erreichen kann. In Weimar kreuzen einander außerdem die B 85 und die B 7, die unter anderem nach Erfurt führt. An den Schienenverkehr ist die Stadt mit dem Bahnhof Weimar über mehrere IC-, RE- und RB-Linien ebenfalls gut angebunden. Viele Arbeitsplätze in Weimar sind mit den Stadtbussen erreichbar. Dank zahlreicher Radwege stellt das Fahrrad eine gute Alternative dar.
Das Arbeiten in Weimar kann wie andernorts kräftezehrend sein. Zum Glück hat man hier viele Möglichkeiten, sich abseits des Jobs zu erholen. Im zentral gelegenen Park an der Ilm kann man viele spannende Denkmäler entdecken, auf der Wiese entspannen oder Sport treiben. Die moderne Weimarhalle lässt die Herzen von Musikfans höherschlagen. Im Schwanseebad findet man alles vor, was man für einen perfekten Sommertag braucht. Das prächtige Schloss Belvedere mitsamt weitläufigem Schlosspark befindet sich im Süden der Stadt. Mit dem Atrium verfügt Weimar über ein überraschend belebtes Einkaufszentrum, das obendrein noch eine Bowlingbahn beherbergt.
Die Gehälter in Weimar variieren je nach Branche und Beruf. Gleichzeitig gelten die Lebenshaltungs- und Wohnkosten als vergleichsweise moderat, sodass die Stadt gute Voraussetzungen für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Einkommen und Lebenshaltung bietet.
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