Was macht eine attraktive Arbeitgebermarke hierzulande aus – und wie hat sich das Ranking seit letztem Jahr verändert? Die Randstad Employer Brand Research zeigt: 2026 gibt es einige Veränderungen an der Spitze. Auch bei den Kriterien, die Arbeitgeber für Beschäftigte besonders attraktiv machen, hat sich etwas getan.
Bei welchen Unternehmen arbeiten Menschen in Deutschland am liebsten – und warum? Die Ergebnisse der Randstad Employer Brand Research 2026 geben darauf eine klare Antwort: Standen im vergangenen Jahr noch drei Automarken auf den ersten Rängen, belegt in diesem Jahr Siemens den ersten Platz im Ranking der beliebtesten Arbeitgeber, gefolgt von Daimler (Mercedes-Benz) und BMW. „Diese Wahl zeigt, dass weiterhin vor allem Industrie-, Technologie- und Automobilmarken besonders begehrt sind“, sagt Henri Viswat, CEO von Randstad Deutschland. „Trotz der herausfordernden Wirtschaftslage bieten diese nicht nur eine gute Reputation, sondern sind vor allem auch durch ihre State-of-the-Art-Technologien sehr reizvoll für Beschäftigte.“
Was Arbeitgeber attraktiv macht: Gehalt ist nicht mehr Spitzenkriterium
Während im Jahr 2025 in den Top 5 der wichtigsten Gründe für die Arbeitgeberwahl noch Vergütung an erster Stelle stand, ändert sich in diesem Jahr das Lagebild. Als wichtigstes Kriterium gaben die Befragten Jobsicherheit an – bei diesem Kriterium punktet B. Braun Melsungen besonders stark und schafft es auch deswegen in diesem Jahr in die Top 10. Arbeitsatmosphäre und Work-Life-Balance liegen auf Platz 2 und 3. Das Kriterium „Vergütung und Benefits“ rutschte dagegen auf den 4. Platz ab, gefolgt von Chancengerechtigkeit.
Wenn Beschäftigte sich allerdings zwischen den einzelnen Kriterien entscheiden müssen, gewinnen Gehalt und Work-Life-Balance – Kriterien, die beispielsweise für den Aufstieg von T-Systems in diesem Jahr ausschlaggebend sind – gegenüber den anderen Faktoren. Das bedeutet: Jobsicherheit ist die wichtigste Basis, aber bei Abwägungen bleiben andere Kriterien wichtig.
Warum Siemens, Daimler und BMW so beliebt sind
Die drei beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands stehen jeweils für eine Kombination aus technologischer Stärke und hoher Reputation. Sowohl bei Siemens als auch Daimler (Mercedes-Benz) und BMW ist State-of-the-Art-Technologie der wichtigste Attraktivitätsfaktor für Beschäftigte. Ihr guter Ruf gehört bei allen drei Unternehmen ebenfalls zu den Top-3-Kriterien. Während bei Siemens und Daimler (Mercedes-Benz) außerdem attraktive Vergütung und Benefits hervorgehoben werden, punktet BMW mit der Führungsstärke des Managements.
„Arbeitgebermarken entstehen nicht durch einzelne Leistungen, sondern durch ein überzeugendes Gesamtbild, das Beschäftigte mit einem Unternehmen verbinden“, ordnet Henri Viswat die Studienergebnisse ein. „Die diesjährigen Top-Arbeitgeber zeigen, dass vor allem die Verbindung von Innovation und Stabilität, gepaart mit Flexibilität und einem guten Ausgleich zwischen Privatem und Beruflichem, Arbeitgebermarken stark macht.“
Über die Studie Randstad Employer Brand Research
Bei welchen Unternehmen wollen wir arbeiten – und warum? Das ermittelt die Studie Randstad Employer Brand Research, die von unabhängigen namhaften Instituten seit 26 Jahren in inzwischen 34 Ländern weltweit durchgeführt wird. Drei Elemente stehen dabei im Fokus: der Bekanntheitsgrad und die Attraktivität der abgefragten Unternehmen sowie die einzelnen Schlüsselfaktoren, die einen attraktiven Arbeitgeber ausmachen. Mehr als 160.000 Arbeitnehmer und Arbeitsuchende zwischen 18 Jahren und Rentenalter wurden Anfang 2026 in Online-Interviews befragt. In Deutschland umfasst das Panel 4.331 Personen.