Zeugnisse und Referenzen Wichtige Nachweise

Zeugnisse und Referenzen sind wichtige Nachweise über Ihre Qualifikation und gehören zu jeder Bewerbung. Erfahren Sie hier, was Sie dabei beachten sollten und warum „je mehr, desto besser“ hier nicht richtig ist!

Referenzen: Lücken vermeiden!

Die beigefügten Zeugnisse, Zertifikate und Referenzen belegen die in Ihrem Lebenslauf beschriebenen Stationen Ihres Werdegangs. Lücken durch fehlende Dokumente sind ebenso zu vermeiden wie in der Aufzählung im Lebenslauf selbst. Fehlt beispielsweise ein Arbeitszeugnis, legen Sie ein Blatt mit Angaben über das Unternehmen, die Tätigkeit, die Dauer der Anstellung und den Grund, weshalb das Zeugnis fehlt, Ihrer Bewerbung bei.

Selbstverständlich gehören das Abschlusszeugnis aus der Schule ebenso in die Bewerbungsmappe wie Ausbildungs- und Diplomzeugnisse sowie Bestätigungen über geleistete Praktika.

Wichtige Zusatzqualifikationen belegen

Da Sprach- und Computerkenntnisse bei den meisten Unternehmen gefragt sind, nehmen Sie auch Zertifikate und Teilnahmebescheinigungen mit in Ihre Bewerbungsmappe auf. Dokumente, die weder eine wichtige Zusatzqualifikation belegen noch eine Lücke im Lebenslauf schließen, können Sie dagegen weggelassen.

Als Faustregel gilt: Je länger ein absolvierter Kurs zurückliegt, desto weniger besteht ein Anlass, ihn nachzuweisen. Zum Beispiel haben EDV-Weiterbildungskurse, die Anfang der 1990er Jahre absolviert wurden, heute aufgrund des technologischen Fortschritts nur noch einen geringen Wert.

 

Profitipp: Zeugnisse

Prüfen Sie Ihre erhaltenen Arbeitszeugnisse genau!

Bei der Prüfung Ihrer Arbeitszeugnisse sollten Sie penibel vorgehen: Wurden alle Aufgaben und Arbeitsbereiche aufgeführt sowie alle Erfolge und Leistungen gewürdigt? Wurden alle persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten benannt und gelobt? Wenn nicht, verlangen Sie in einem persönlichen Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber eine Korrektur und/oder Ergänzung. Sie können Ihre Zeugnisse bei der Vorlage beim nächsten Arbeitgeber schließlich nicht kommentieren.

Anhang: Weniger ist manchmal mehr

Personaler haben ein Gespür für die angemessene Ausführlichkeit von Bewerbungen. Ein Berufsanfänger wird eine dünnere Mappe vorlegen als ein Experte mit zwanzig Jahren Berufserfahrung. Doch es gibt nach unten wie nach oben unabhängig von der Berufserfahrung klare Grenzen. Sowohl eine Bewerbungsmappe, die keinerlei Belege zu Abschlüssen oder Zeugnissen enthält als auch eine Bewerbungsmappe, in der jeder Beleg zu einer Schulung gesammelt ist, fallen negativ auf.

Die Annahme, dass die Kompetenz des Bewerbers aus dem Gewicht der Bewerbungsmappe resultiert, ist nicht richtig. Je umfangreicher eine Mappe gefüllt wird, desto eher drängt sich der Verdacht auf, dass der Bewerber es nicht versteht, seine Argumente, Stärken und Schwächen zu gewichten. Sie sollten also darauf achten, dass sämtliche notwendigen und für die jeweilige Stelle aussagekräftigen Zeugnisse und Belege enthalten sind. Überflüssige oder für die Stelle irrelevante Kompetenzen sollten Sie nicht anführen und belegen.