Aktuelle Arbeitsmarktthemen

Das ifo Institut befragt im Auftrag von Randstad Deutschland regelmäßig mehr als 500 bis 1000 Personalleiter in Deutschland. Abgefragt werden die Nutzung von Flexibilisierungsinstrumenten (z. B. Arbeitszeitkonten) sowie wechselnde Sonderfragen zu aktuellen arbeitsmarktrelevanten Themen. Im dritten Quartal 2026 stehen die Managementkultur, das Verhältnis zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften sowie der Umgang mit Fehlern in Unternehmen im Fokus.
 

Berichtsband Q3 2026

Der aktuelle Berichtsband zur Randstad-ifo-HR-Befragung zum Download.

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Themen Q3 2026

Flexibilisierung: Unternehmen planen häufiger mit befristeten Verträgen

Arbeitszeitkonten und Überstunden sind weiterhin die am häufigsten genutzten Flexibilisierungsinstrumente. 50 % der Unternehmen nutzen Arbeitszeitkonten, 49 % setzen auf Überstunden. Auffällig ist die Entwicklung bei befristeten Verträgen: 26 % der Unternehmen planen, deren Einsatz zu erhöhen. Im Vorjahr waren es nur 12 %. 

Managementkultur: Familiäre und kooperative Zusammenarbeit dominiert

68 % der Unternehmen beschreiben ihre Managementkultur als familiär, teamorientiert und kooperativ. Mit deutlichem Abstand folgt eine ergebnis- und leistungsorientierte sowie wettbewerbsbetonte Kultur mit 18 %. Eine prozessorientierte, strukturierte und formelle Ausrichtung nennen 8 % der Unternehmen. Innovative und agile sowie partizipative Managementkulturen kommen mit jeweils 3 % deutlich seltener vor. 

Führung: Wirtschaftlicher Druck prägt das Verhältnis zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften

44 % der Unternehmen geben an, dass wirtschaftlicher Druck das Verhältnis zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften in den vergangenen zwölf Monaten am stärksten geprägt hat. Andere Themen werden deutlich seltener genannt. Jeweils 12 % entfallen auf Restrukturierungen und Stellenabbau, einen Wechsel in der Führungsebene, die Einführung neuer Arbeitsmodelle sowie Innovationen. 

Zusammenarbeit: Mehrheit beschreibt das Verhältnis als offen oder freundlich

43 % der Unternehmen beschreiben das Verhältnis zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften als offen und vertrauensvoll. Weitere 37 % bezeichnen es als freundlich, aber mit klaren Rollen. 16 % sehen die Zusammenarbeit eher sachlich und auf Aufgaben und Ziele ausgerichtet. Nur 4 % sprechen von einem distanzierten und hierarchischen Verhältnis

Fehlerkultur: Unternehmen setzen vor allem auf Austausch und Aufarbeitung

52 % der Unternehmen geben an, dass Fehler offen angesprochen werden, um Abläufe zu verbessern. Wird ein relevanter Fehler bekannt, besprechen ihn 67 % der Unternehmen im Team oder im jeweiligen Bereich. Jeweils 59 % analysieren die Ursachen oder entwickeln Maßnahmen, um ähnliche Fehler künftig zu vermeiden. Einen Einfluss auf Innovation und das Ausprobieren neuer Ansätze sieht die Mehrheit allerdings nicht: 56 % geben an, dass der Umgang mit Fehlern dies weder erleichtert noch erschwert. 27 % sehen einen positiven, 17 % einen negativen Einfluss.

Hinweis

Die Bezeichnung der Studie hat sich ab dem zweiten Quartal 2025 geändert. Bis Q1 2025 lief sie unter dem Titel Randstad-ifo-Personalleiterbefragung.

Weitere Studien

Randstad beteiligt sich neben der HR-Befragung und dem Arbeitsbarometer noch an weiteren Studien. 

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